Tierchiropraktik Ausbildung

Ausbildung Tier-Chiropraktik für Pferde und Hunde

Die Ausbildung Tier-Chiropraktik an der ATM

Die Ausbildung in der Tier-Chiropraktik, in der ausschließlich Hund und Pferd besprochen werden, ist ein Ausbildungsgang, der sehr umfangreiche theoretische und praktische Kenntnisse voraussetzt und damit für Quereinsteiger wenig geeignet ist.

Die Ausbildung Chiropraktik ist bei der ATM ein Lehrgang für Osteopathen, die parietale Techniken lernen, oder für Physiotherapeuten, die sich in Chiropraktik weiterbilden möchten.

Voraussetzung für beide ist die Belegung der Ausbildung zur Tierphysiotherapie. Sie gibt für die Osteopathie und Chiropraktik wissenschaftliche und praktische Grundkenntnisse, um weitere praktische Verfahren zu erlernen. Die Ausbildung Tier-Chiropraktik berücksichtigt bei uns lediglich Pferd und Hund.

Mit diesem modularen System geben wir dem Absolventen durch diese Weiterbildung die Möglichkeit, nur das zu lernen, was ihm an Wissen fehlt, so dass Wiederholungen in neuen solitären Lehrgängen entfallen. Auf diese Weise können Sie Zeit und Geld einsparen. Das funktioniert nur bei der ATM, da es sich hierbei um ein geschlossenes Konzept handelt.

Dieses modulare System bietet Ihnen einen kontinuierlichen und aufeinander aufbauenden Wissenszuwachs, sowohl in der Praxis als auch in der Theorie.

Osteopathen und Chiropraktiker benötigen praktische Grundkenntnisse der Physiotherapie, um diese bei ihren Patienten komplementär einzusetzen. So gesehen lernt man in der Ausbildung keine überflüssigen Techniken, sondern kontinuierlich neue dazu. Das theoretische Wissen wird zum großen Teil schon in der Ausbildung Tierphysiotherapie abgehandelt, so dass nur spezifische Inhalte bei der Osteopathie und Chiropraktik für Pferd und Hund vermittelt werden, ohne Grundlagen zu wiederholen.

Einstieg für Externe
Auf Grund der häufigen Nachfragen bieten wir auch für Tierphysiotherapeuten, die nicht bei der ATM ausgebildet wurden, die Möglichkeit, sich im Bereich der Chiropraktik und Osteopathie zu erweitern. Um eine Kompatibilität des Wissenstandes mit dem der laufenden Lehrgangsgruppen zu erreichen, werden zwei E-learning Lektionen zum Bewegungsapparat und Nervenapparat als Basic zur Verfügung gestellt.
Näheres erfahren Sie über die ATM Studienberatung.


Was ist Chiropraktik?

Der Begriff "Chiropraktik" kommt aus dem Griechischen und bedeutet „mit der Hand praktizieren". Das Ziel der Behandlung ist die Schmerzreduktion und die Normalisierung des Zusammenspiels von Muskeln und Gelenken sowie die Verbesserung der nervalen und vaskulären Versorgung der Muskulatur und Gelenke, aber auch der Organe. Der Ursprung der Chiropraktik geht zurück auf das Jahr 1895. Der Begründer dieser Behandlungsmethode war Daniel David Palmer aus den USA. Aber auch vor dieser Zeit waren manuelle Behandlungsmethoden der Wirbelsäule bekannt und weit verbreitet. Die frühesten Beschreibungen dieser Techniken gehen mehrere tausend Jahre zurück.

Die damals angewandten Praktiken haben wenig mit der modernen Chiropraktik zu tun. 1897 entschied sich Daniel David Palmer dafür, eine Ausbildungsstätte für Chiropraktik zu gründen. Dort sollte durch wissenschaftliche Erkenntnisse das theoretische Grundgerüst für die Methodik geschaffen werden. Das "Palmer College of Chiropractic" (PCC) ist heute wohl die bekannteste Ausbildungsstätte für Chiropraktik. Seit der PCC-Gründung konnte sich diese Methode weltweit durchsetzen und wird heute an mehr als 30 Universitäten gelehrt.

Hauptaugenmerk der chiropraktischen Behandlung ist auf das Skelettsystem gerichtet, vor allem auf die Wirbelsäule und auf die Gelenke. Eine besondere Rolle in der Chiropraktik spielen die gestörte Funktion der Wirbelsäule und deren Auswirkungen auf das Nervensystem und auf den Gesamtorganismus. Aus chiropraktischer Sicht ist eine fixierte Wirbelverlagerung, die „Wirbelsubluxation", die Ursache verschiedener Erkrankungen. Die hierdurch bedingte Verengung der Austrittsstelle für die Nervenwurzel führt zur Kompression eines Nervenstranges, der für die Versorgung eines bestimmten Segmentes oder Organs zuständig ist. Neben den Schmerzen, die eine solche Kompression bei Hund und Pferd verursachen kann, kommt es bei den korrespondierenden Organen oft aus diagnostischer Sicht zu eigenen scheinbar unabhängigen Krankheitssymptomen.

Durch Lockerung des entsprechenden Muskelgewebes, was durch physiotherapeutische Methoden zu erreichen ist, und einer anschließenden Reposition, („Einrenkung“) können oft chronische Schmerzzustände sowie chronische oder akute organische Störungen behoben werden. Es gibt Methoden, die es auch auf eine sehr sanfte Art ermöglichen, die Wirbel wieder in die richtige Position bei Hund und Pferd zu schieben.

In den von der WHO entworfenen Richtlinien zu den Mindestanforderungen an die Ausbildung der Chiropraktik wird der Beruf in Punkt 1.2 folgendermaßen definiert:
"Chiropraktik ist ein Heilberuf, der sich mit der Diagnose, Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen des Muskel-, Skelett- und Nervensystems sowie mit den Auswirkungen dieser Erkrankungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand befasst. Ein Schwerpunkt liegt auf manuellen Behandlungstechniken, einschließlich der Gelenkjustierung und/oder -manipulation mit einem besonderen Fokus auf Subluxationen".

Und weiter ein wichtiger Satz, der die sog. Subluxationen relativiert:

Es wird angenommen, dass mechanische Funktionsstörungen der Wirbelsäule erhebliche neurophysiologische Auswirkungen haben können, die von Chiropraktikern als Subluxation und vertebraler Subluxationskomplex bezeichnet werden.

„Es wird angenommen, dass mechanische Funktionsstörungen der Wirbelsäule erhebliche neurophysiologische Auswirkungen haben können, die von Chiropraktikern als Subluxation und vertebraler Subluxationskomplex bezeichnet werden."

Dadurch ist der normale Bewegungsspielraum der Wirbelgelenke entsprechend eingeschränkt. Dies lässt sich mit einer Schublade vergleichen, die beim Herausziehen klemmt. Muskelverspannungen, krummer Rücken, abnorme Körperhaltung, eingeschränkte Biegsamkeit und Flexibilität des Rückens sind die Anzeichen.

Widersetzlichkeit und Berührungsempfindlichkeit bei Hund und Pferd sind oft die Folgen. Bei einer Einschränkung der Beweglichkeit bestimmter Wirbelsäulenabschnitte versucht das Tier die fehlende Flexibilität der Wirbelsäule zu kompensieren, indem es andere Teile der Wirbelsäule oder die Gliedmaßen vermehrt unnatürlich oder durch Fehlhaltung des Rückens belastet. Sekundär können so vor allem beim Pferd weitere Blockaden hervorgerufen werden.

Genau hier liegt eine ideale Verknüpfung des Physiotherapieberufes mit der Chiropraktik, weil sich durch die Kombination neue diagnostische Möglichkeiten ergeben und manuelle Techniken des Tierphysiotherapeuten sehr sinnvoll ergänzt werden können.

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