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ATM Lehrpläne

Seit 30 Jahren verbessern wir unsere Lehrpläne. Jetzt können wir wenigstens sagen: Perfektion erreicht man nicht etwa, wenn sich nichts mehr hinzufügen lässt, sondern erst dann, wenn sich nichts mehr entfernen lässt. (Antoine de Saint-Exupéry )

Die Lehrpläne beinhalten in der Tat das Minimum an Wissen, das jeder Tierheilpraktiker als Grundwissen besitzen sollte, um sich auf spezielle Themen zu spezialisieren.

Unsere Referenten sind an die Lehrpläne gebunden, die vom Internetserver zentral verwaltet werden. Jede Verbesserung oder Änderung des Lehrplans erfolgt in Absprache mit der Schulleitung. Dies ist sofort für andere Referenten sichtbar und dann für alle verpflichtend. Auf diese Pläne stützen sich der Unterricht, die Skripten, die ca. 40 Tests und die Prüfungsfragen.

Das System ist so ausgeklügelt, dass sich die Prüfungsfragen, die bei der Abschlussprüfung gestellt werden, immer auf den Lehrplan beziehen, der zum Zeitpunkt des Unterrichts gültig war. Diese Aufgabe wäre ohne zentralen Rechner nicht zu bewältigen.

Wir möchten Ihnen als Beispiel einen Lehrplan zu zwei Unterrichtseinheiten vorstellen.

Das hat für Sie folgende Vorteile:

  1. Sie erhalten einen Einblick in den Umfang des Stoffes.
  2. Sie können sich vorstellen, welche Inhalte Sie erwarten, und überprüfen, ob diese Sie überhaupt interessieren.
  3. Sie können sich den Unterricht bildlich besser vorstellen.
  4. Gleichzeitig sehen Sie Ihre zukünftige Werkstatt mit den Erkrankungen oder der Therapie. Damit werden Sie sich später in Ihrer Praxis befassen.

Im Folgenden finden Sie einen Lehrplan zu den Krankheiten der Atemwege beim Pferd für zwei Seminartage. Anschließend geben wir Ihnen auch den Lehrplan für eine Therapiemethode, hier die Tierhomöopathie. Die Lehrkräfte erhalten den Lehrplan anders, nämlich mit zeitlichen Angaben und mit der Begründung, warum diese Themen wichtig sind.

Seminarnummer 37
Thema: Anatomie und Physiologie der Atemwege des Pferdes
Dauer: Montag, Dienstag 2 x 8 U-St.

Vorbereitung auf das Seminar:
Die SchülerInnen sollen sich aus dem Skript Histologie/Zytologie und Allgemeine Pathologie vorbereiten. Empfehlenswert wäre es auch, das Skript Anatomie/Physiologie der Atemwege zu lesen.


Symptome der Atemwege

Schleimhautepithel der Atemwege des Pferdes und deren Verteilung über verschiedene Abschnitte der Atemwege. Wiederholung der Themen der allgemeinen Pathologie zur Entzündungsreaktion und Vorstellung exsudativer Entzündungen der Atemwege. Wie reagiert die Bronchialschleimhaut sonst auf schädigende Faktoren? Was passiert bei Virusinfektionen der oberen Luftwege (Pathogenese bezogen auf die Schleimhautreaktion)?

Wie entstehen Absonderungen an den Schleimhäuten, was beeinflusst ihre Beschaffenheit, Farbe, Beimengungen usw.?

Nasenausfluss Ursachen, Aussehen. Wie kann ich diese in der Praxis differenzieren?
Dias und Film. – Seröser Nasenausfluss. – Mucöser Nasenausfluss. – Katarrhalischer Nasenausfluss. – Mucopurulenter Nasenausfluss. – Purulenter Nasenausfluss und verschiedene Arten von eitrigen Absonderungen.

Wie geht man in der Homöopathie mit den Absonderungen um? Wo finden sich diese Rubriken? Welche Phytotherapeutika für welchen Nasenausfluss? Beurteilung der Absonderungen nach Konsistenz, Viskosität, Geruch, Farbe, Beimengungen, Menge. Worauf deutet unilateraler, worauf bilaterale Nasenausfluss beim Pferd hin? Die Differentialdiagnose ist auch für die Homöopathie wichtig. Warum? Wann tritt der Nasenausfluss aus? Erkrankungen, bei denen der Nasenausfluss bei gesenktem Kopf, beim Fressen oder unabhängig davon auftritt.

Nasenblutung und blutige Exsudate. Wo ist der Unterschied? Woran bei Epistaxis, Rhinorrhagie und bei blutigen Absonderungen zu denken ist. Differentialdiagnose bei Nasenblutungen oder blutigen Sekreten. Homöopathie bei Nasenblutungen – zuerst Lokalisierung des Ortes Nase, Luftsäcke, Nasennebenhöhlen, Siebbeinhämatom, Lungenblutung. Erst dann Suche nach Homöopathikum

Warum ist aus homöopathischer Sicht der Schnupfen des Menschen mit dem des Pferdes nicht vergleichbar? Worauf beruht der antiphlogistische Effekt von Naturheilpräparaten? Sind Prostaglandin-Synthese hemmende Drogen für das Pferd angebracht? Warum bei Chronizität nur auf bestimmte ätherische Öle zurückgreifen? Beurteilung der Erkrankungen und die Namen (Diagnose) der Krankheit nach Absonderungen. Wann Antibiotika, wann nicht? Wichtigkeit der Stallhygiene. Warum keine Expektorantien am Anfang der Erkrankung? Warum Spasmolytika oft angebracht sind. Was passiert bei der Inhalation? Wie kann man durch logisches Denken diff.-diagnostisch Makro- von Mikrobronchitis unterscheiden? Diff.-Diagnose bei Blutungen aus der Nase.


Husten

Physiologie und Steuerung des Hustenreflexes. Sinn des Hustens. Wann ist er mehr oder weniger überflüssig? Welche diagnostische Möglichkeit bietet die Beurteilung des Hustens nach Klang, Intensität, Vorkommen, Art, Häufigkeit usw.?

Krankheiten der Atemwege, die mit und ohne Husten verlaufen. Sonstige Erkrankungen außerhalb der Atemwege, die Husten verursachen können. Husten in der Homöopathie. Durch Beurteilung des Hustens nach Klang, Stärke, Produktivität, Häufigkeit und Auslöser lässt sich auf die Ausdehnung der Krankheit schließen und eine Wahl der Homöopathika wird möglich – Liste.

Husten als Indikator für die Therapiefortschritte bei der Therapie der Atemwege und als differentialdiagnostisches Symptom.

Atem und Ateminsuffizienz

Wie erfolgen Inspirium und Expirium beim Pferd? Modifikation der Atmung bei inspiratorischer, expiratorischer und gemischter Dyspnoe.

Film zur gesunden und krankhaft veränderten Atmung. Diagnostische Schlüsse, die sich aus der Beurteilung der Atmung ergeben. In dem Zusammenhang Definition von Dyspnoe, Ateminsuffizienz, Atemnot, Asthma, Emphysem und Dampf. Bedeutung dieser sich teilweise oder völlig überschneidenden Begriffe. Genauer dazu nochmals bei COB.

Verschiedene Filme aus der ATM-Praxis zu verschiedenen Atemtypen und zur Dyspnoe. Stenotische Geräusche. Bedeutung und Ursachen. Aufzählung aller Erkrankungen, welche die Atemwege einengen und dadurch stenotische Geräusche erzeugen können. Welche geben inspiratorische, welche expiratorische und welche gemischt stenotische Geräusche?

Leistungsinsuffizienz. Warum ist diese bei Erkrankungen der Atemwege zu erwarten? Diagnostischer und therapeutischer Nutzen, der sich aus der Tatsche ergibt, dass ein Leistungsabfall vorliegt oder nicht.

Videovorführung – Beispiele zu jeder Art von Ateminsuffizienz. Verschiedene Krankheitsgrade bei Mikrobronchitis. Dyspnoe - Konsequenzen. Prognose. Suche nach Ursachen für Dyspnoe. Liegt eine Obstruktion vor oder nicht? Hyperreagibilität der Bronchialmucosa als Ursache für einen Spasmus. Laryngo-bronchialer Reflex.

Wahl der Phytotherapeutika in Abhängigkeit davon, ob eine Dyspnoe vorliegt oder nicht. Leistungsbehindernde, asymptomatisch verlaufende Erkrankungen.
Perkussionsbefunde, Technik der Perkussion, das Perkussionsfeld beim Pferd. Die Schallarten – Interpretation der Ergebnisse. Auskultationsbefunde. Sinn der Auskultation. Warum liefert die Auskultation tatsächlich brauchbare Befunde für die Diagnose? Technik der Auskultation. Verschiedene Lungengeräusche, Interpretation der Befunde, Stethoskope. Vorführung verschiedener Lungenbefunde.

Zyanose der Schleimhäute. Klärung des Begriffes. Welchen Nutzen hat diese in der Diagnostik beim Pferd?


Nasenschleimhauterkrankungen

Ätiologische Faktoren, die eine Erkrankung der Nasenschleimhaut verursachen können. Wie tiefgreifend können solche Erkrankungen sein? Können sie isoliert von anderen Erkrankungen der Luftwege vorkommen, oder werden sie in der Regel von anderen Organen der Luftwege maskiert?

Neben den belebten Krankmachern werden auch die Allergie und das Stallklima als prädisponierende Faktoren besprochen. Optimale und schädliche Parameter im Stall: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftbewegung, Schimmelpilzkonzentration, Ammoniakkonzentration. Diese Parameter spielen eine große Rolle bei der Entstehung von Erkrankungen der Luftwege. Messtechnik, Geräte. Siebbeinhämatom. Lokalisation des Raum fordernden Prozesses und die Gefahren. Symptomatik. Die möglichen Auslöser. Empfehlungen der Naturheilkundigen dazu.


Erkrankungen der Nebenhöhlen

Anatomisches Repetitorium. Lage und Aufgaben der Nasennebenhöhlen. Verbindungen untereinander und mit der Nasenhöhle. Ursachen für die Erkrankungen. Rolle der Sekrete. Was passiert, wenn diese nicht abfließen können? Sekrete, die sich in den Nebenhöhlen ansammeln können.

Entzündungsarten im Bereich der Nebenhöhlen. Welche Rolle spielen die Zähne bei der Entstehung des Kieferhöhlenempyems? Begründung. Was passiert bei angeborener Atresie des Additus nasomaxillaris? Symptomatik beim Pferd, die durch eine Stauung der Sekrete, z.B. beim Empyem oder Hydrops der Nebenhöhlen, verursacht wird. Erkrankungen, die ein Empyem der Kieferhöhle vortäuschen können, wie Zahnsackzysten, Tumorose. Wie lassen sich diese diagnostizieren? Bestehen bei diesen Erkrankungen Therapiemöglichkeiten? Warum kommt es bei Kieferhöhlenentzündung zum Augentränen? Ist das eine Epiphora, die auf Dakryorrhoe zurückgeht? Bedeutung der Stirnhöhlenerkrankung beim Pferd. Wann kommen diese vor, welche Chancen haben sie auf Selbstheilung?
Luftsack Erkrankungen, topographische Lage der Luftsäcke und deren biologischen Sinn. Schleimhautauskleidung. Wichtige Strukturen. Nerven, Arterien in der Wand des Luftsackes. Luftsack – Verbindung mit der Rachenhöhle. Beweglichkeit der Plica salpingopharyngea und deren Aufgabe. Luftsackkatarrh, Empyem, Tympanie, Hydrops und Mykose. Symptomatik. Wann und in welchen Mengen fließen die Sekrete? Beschaffenheit, Farbe, Geruch. Rolle der Druse bei der Luftsackerkrankung. Begründung. Gefahren, die von der Luftsackmykose ausgehen. Wie lässt sich diese feststellen? Beliebte Lokalisation der Aspergillus-Arten.
Pharynx Lokalisation. Seine begrenzenden Wände. Funktion. Pharyngitis. Ursachen und Symptome. Pharyngitis und Druse.


Kehlkopferkrankung

Zur Erinnerung: Topografische Lage und Bau des Kehlkopfes.
Akute Laryngitis. Gibt es Ursachen, die zu einer isolierten Laryngitis führen? Charakteristische Symptome. Untersuchungsmethoden, die dem THP zur Wahl stehen. Chronische Laryngitis und Laryngitis follicularis. Ihre Rolle bei Sportpferden. Welchen negativen Einfluss kann der sog. laryngo-bronchiale Reflex auf die Leistung des Pferdes ausüben. Larynxödem. Ursachen, Symptome und Gefahren.

Kehlkopfpfeifen, IHL, idiopathische Hemiplegia laryngis. Wieso handelt sich immer um eine einseitige Lähmung links? Ist diese Erkrankung nur auf Pferde beschränkt? Einige Bemerkungen überhaupt zur Symmetrie und Asymmetrie des Kehlkopfes (durch die Optik des Endoskops) und zur Intensität der Geräusche. Das Vorkommen der IHL in der Pferdepopulation. Statistiken, die Rassen- und Geschlechtsdispositionen belegen. Was ist heute immer noch strittig in der Ätiopathogenese? Endoskopie als Methode zur Untersuchung dieser Funktionsstörung. Endoskopische Bilder eines gesunden Kehlkopfes. Wie sieht die Dysfunktion bei IHL aus, und wo liegen die Ursachen? Welche Teile des Kehlkopfes fallen in der Motorik aus? Warum kommt es zur inspiratorischen und nicht zur expiratorischen Stenose? Welche Rolle spielt dabei das Stimmband selbst, welche das Arytenoid und welche der N. recurrens? Da die linke Seite gelähmt ist, lässt sich die Asymmetrie durch Palpation des Kehlkopfes in fortgeschrittenen Stadien feststellen (Atrophie des M. cricoarytaenoideus dorsalis).

Zum besseren Verständnis wird IHL durch eine (von der ATM hergestellte) Animation vorgestellt. Charakteristische Symptome. Lässt sich eine Verdachtsdiagnose ohne Endoskop stellen? Therapeutische Möglichkeiten des THP. Lässt sich die IHL überhaupt heilen? Wann ist definitiv jede Therapie aussichtslos? Beeinträchtigung des Leistungsvermögens des Pferdes durch diese Krankheit.

Entrapment der Epiglottis. Was versteht man darunter? Hat diese Anomalie überhaupt eine Bedeutung? Wie sieht das bei Sportpferden aus?
Bedeutung der dorsalen Verlagerung des Gaumensegels (DVG). Erklärung dieser Funktionsstörung durch Animation/Demonstration. Mögliche Ursachen dieser Störung. Erklärung, warum bei DVG stenotische Geräusche von expiratorischem, z.T. gemischtem Typ erzeugt werden. Maßnahmen, um die Verlagerung des Gaumensegels zu minimieren. Erklärung, worauf folgende Missbildungen beruhen: Hypoplasie, Aplasie des Gaumens, (Palatoschisis), Rostralverlagerung des Arcus palatopharyngeus. Charakteristische Symptome.
Erkrankung der Luftröhre und Luftröhrenanomalien.


Bronchialerkrankungen

Akute Bronchitis. Die Rolle der Influenzaviren, der Herpes-, Reo- und Rhinoviren bei der Entstehung von akuten und chronischen Erkrankungen. Rolle der Bakterien bei der Entstehung von Bronchitis. Warum sind Viren Wegbereiter für Bakterien?

Was geschieht in der Schleimhaut bei der Infektion mit Viren, was mit Bakterien? Die Rolle weiterer Faktoren, die eine Bronchitis auslösen können oder die Entstehung dieser begünstigen. Charakteristische Symptome, mit denen bei Bronchitis zu rechnen ist. Aufteilung der Bronchitis nach der Art ihrer Absonderung. Veränderung der Sekrete. Reihenfolge, in der sie während einer Erkrankung auftreten. Wann ist mit mildem Verlauf zu rechnen bei serösem oder mucopurulentem Nasenausfluss?


Chronische Bronchitis

Aufteilung der chronischen Bronchitis in Makro- und Mikrobronchitis, die zugleich nicht obstruktiv und (Mikro) obstruktiv verlaufen. Damit stellt man eine funktionelle und topografische Diagnose zugleich. Erklärung verschiedener Begriffe zu einer Krankheit mit gleicher Bedeutung: COPD, COB, CPD, COLE.

Was bedeutet Obstruktion im Bronchialbaum? Warum hat diese beim Pferd oft als Folge ein Lungenemphysem? Was ist ein Lungenemphysem? Welche Arten von Emphysem gibt es? Rolle des Spasmus, Schwellung der Mucosa und Sekretansammlung bei der Entstehung einer Obstruktion im Bronchioli. Rolle des Surfaktin bei der Entstehung eines Emphysems.

Allergie als häufigster Auslösefaktor von chronisch obstruktiver Bronchitis. Wie entstehen Allergien im Stall? Welches sind die häufigsten Allergene, die COB unterhalten? Die Besserung der Dyspnoe kann man sich nach einer Gabe von Spasmolytika vorstellen. Warum lässt sich aber Husten bei COB mit Spasmolytika beseitigen? Wie wird das in der Phytotherapie genutzt? Symptomatik bei der COB. Warum bei COB häufig expiratorische Dyspnoe zu beobachten ist. Welche Rolle spielen Sekrete, Schwellung der Mucosa und Krampf der Bronchuli bei der Entstehung der Bronchialgeräusche?

Warum kommt es bei COB und beim Emphysem zur Verlagerung der Lungengrenze nach kaudal? Wie lassen sich obstruktive von nicht obstruktiven Prozessen differentialdiagnostisch abgrenzen? Alle differentialdiagnostischen Symptome. Ausführlich zur Therapie bei Phytotherapie, Akupunktur und Homöopathie.
Pneumonie Bronchopneumonie; Ätiologie Pathogenese, Symptome, Therapie in der Tiermedizin sowie naturheilkundliche, komplementäre therapeutische Möglichkeiten.

Gangränöse Pneumonie, häufigste Ursachen. Hier eine kleine Übung mit den Schülern. Welche Ursachen kennen Sie für Nasenausfluss mit Beimengung von Futter? (Themen des. 3 Tages). Wie erkenne ich eine Verschluckpneumonie und welche Zeichen sprechen für ein Gangrän? Wie man sich verhalten sollte.

Kruppöse (Fibrinöse) Pneumonie. Nur kurz besprechen, da heute kaum zu beobachten. Ätiologie. Pathogenese, Symptome, historischer Überblick. Pleura-Erkrankungen, Ätiologie, Pathogenese, Symptome dieser kaum isoliert auftretenden Erkrankung. Diagnostische Schwierigkeiten.

Differentialdiagnose mit Hydrothorax, Hämothorax und Pneumonie. Therapie in der Tiermedizin und unterstützende Therapie mit der Naturheilkunde. Pneumothorax, Hämothorax und Hydrothorax, Ätiologie Pathogenese, Symptome.

Pferde-Influenza, Herpes und Rhinopneumonitis. Erreger. Pathogenese, Symptome, vorbeugende Maßnahmen und Therapie mit naturheilkundlichen Verfahren.

Belastungsbedingte Lungenblutung – Exercise Induced Pulmonary. Hämorrhagie (EIPH). Kasuistiken aus der Praxis des THP.
Zusammenfassung der Themen. Beantwortung der Fragen.

Seminarnummer 17
Thema: Homöopathie

Hier ein Auszug von 16 Stunden (insgesamt 80 Stunden Tierhomöopathie, die beim Tierheilpraktikerstudium angeboten werden)

METHODIK DER HUMANHOMÖOPATHIE
Vorstellung der allgemeinen medizinischen Paradigmen
Schulmedizin: Kausale Therapie, Substitutionstherapie, Antagonistische Therapie, Kompensation. Naturheilkundliche Prinzipien in der Phytotherapie, Akupunktur, Humoralverfahren, Bioresonanztherapie, Organo- und Isopathie


Prinzipien der Humanhomöopathie / Simile-Regel

Vorstellung der Hahnemannschen Idee der Similität. Verschiedene Definitionen der Similität. Chinarinden-Versuch. Worum es dabei ging. Warum Folgeprüfungen – auch die neuzeitlichen – kein Ergebnis brachten, Hahnemanns Versuch mit China nachzuahmen. Gedanken zur Similität vor der Zeit Hahnemanns (Paracelsus, Hippokrates, Storck). Allgemeine Gedanken zur Similität und zur Allopathie.
Arzneimittelprüfung (AMP). Vorstellung der allerersten AMP von Hahnemann. Welche Mittel hat er zuerst geprüft und warum ausgerechnet diese? Voraussetzungen für Stoffe, die zu einem homöopathischen Arzneimittel verarbeitet werden können. Hahnemanns Empfehlungen zur AMP (§121 bis 140 des Organons). Durchführung von AMP durch Homöopathen nach Hahnemanns Tod. Einige Beispiele, die zeigen, wie unterschiedlich die Prüfungen durchgeführt wurden, und deren Ergebnisse die heutige Materia Medica bereichern. Vorstellung ausgewählter Prüfungen unter Leitung von Marenzeller, Martini, Schoeler, Pritkien, Hering, Metzger.
Durchführung der neueren AM-Prüfungen – genauere Richtlinien.
Beispiele für Prüfungsprotokolle, die Probanden vor und während der Prüfung erhalten. Warum werden Prüfungen mit Placebo sowie doppelt blind durchgeführt?
Bei der AMP beobachtete Phänomene, die durch Erstwirkung, Nachwirkung, Bipolarität und der Wilderschen Ausgangswert-Regel oder der Arndt-Schulzschen Regel definiert oder erklärt werden können. Erklärung, warum in der Materia Medica bei manchen Mitteln eine so konträre Symptomatik vorhanden ist.
Was der Humanhomöopath aus der AMP für die Praxis lernen kann.
Andere Quellen für die Materia Medica als die AMP, die Toxikologie und klinische Erfahrungen. Wird genauer bei der Methodik der Tierhomöopathie behandelt.
Arzneimittelprüfungen, die von der Pharmaindustrie durchführt werden, sind ebenfalls sehr gewissenhaft, haben aber ein grundsätzlich anderes Prinzip und Ziel. Warum?
Pathologische Symptome und klinische Diagnose. Häufig verwechselbare Symptome von kardinaler Bedeutung in der Tierhomöopathie.
Der Weg der Symptome von der AMP bis in die sekundäre Materia Medica und tierhomöopathische Trivialliteratur. Primäre und sekundäre Materia Medica. Klassifikation der homöopathischen Literatur, Bücherempfehlung. Wie kann sich der Sinn eines Symptoms in der Literatur verwischen, wenn er von einer in die andere Quelle übernommen wird.
Das Potenzierungsverfahren. Homöopathische Ausgangssubstanzen, Urstoffe und Urtinkturen, Mehrglas- und Einglasmethode. Dezimale, centisimale und sog. LM-Potenzen, Fluxionspotenzen und Succusionspotenzen. Geschichte der Maschinell erzeugten Potenzen und der dahinter steckenden Technik bis zu modernen Geräten. Kurze Vorstellung des HAB. Nicht-kardinale Regel der Homöopathie, auf die kein Homöopath verzichten kann. Wie Tief- und Hochpotenzen entstehen. Kulisse, Hintergründe, Technik der maschinellen Herstellung. (Für Skeptiker darüber lieber jetzt als später.)


Methodik der Tierhomöopathie

Zur Similität in der Tierhomöopathie

Hier soll der Kern der Tierhomöopathie erklärt werden. Jeder soll nachdenken, ob Similität im Sinne Hahnemanns in der Tierhomöopathie tatsächlich existiert, und wo sie zu suchen ist.
Die Einstellung Hahnemanns zur Tierhomöopathie. Kommentar zu seiner Forderung nach AMP bei Tieren.
Durch fehlende AMP bei Tieren wird der Tierhomöopathie die Wissenschaftlichkeit zur im Sinne der Homöopathie korrekten Anwendung der Simile-Regel entzogen. Die Lösungen. Hier soll dem Schüler bewusst werden, dass wir ohne AML für Tiere praktizieren und ersatzweise für die Praxis die humane AML nehmen.
Die aktuelle humane Arzneimittellehre (AML) als Matrize bei der Suche nach dem ähnlichen Mittel für die Symptomatik der Tiere. Warum die Arzneimittellehren für Tiere für die Praxis eher entbehrlich sind, und warum eine gute humane AML eine bessere Lösung ist. Wie wir durch verschiedene Autoren der tierhomöopathischen Materia Medica zum Teil falsch beeinflusst werden.
Der methodisch erzwungene Antropomorhpismus bei der Anwendung der Simile-Regel und deren mögliche Konsequenzen. Der wichtigste Fehler in der Tierhomöopathie. Anhand von Kasuistiken soll die Ernsthaftigkeit dieses Problems gezeigt werden, das die Tierhomöopathie in Misskredit bringt, und deren Ende durch das wachsende Interesse an der Verhaltensbiologie in unserer Gesellschaft zu befürchten ist.
Zwei Wege bei der Suche nach dem ähnlichen Mittel: der analytische und der synthetische Weg. Wie diese individuelle Vorgehensweise der Tierhomöopathen entscheidet über mehr oder weniger Ähnlichkeit.
Die mangelnde Trefferquote bei der analytischen Betrachtung der Patienten in der Tierhomöopathie. Genauere Gründe, die sich aus der kulturellen und religiösen Vorgeschichte ergeben sowie die angeborenen Fähigkeiten beim Menschen, bestimmte Verhaltenszüge beim Sozialpartner zu erkennen, als Gründe für Fehlentscheidungen beim Analogisieren.
Wie sich wissenschaftlich der einzig richtige – synthetische – Weg zum ähnlichen Mittel in der Tierhomöopathie begründen lässt. Wie werden heute Ergebnisse aus dem Tierversuch ausgewertet.
Problem des unbewussten Erlebens der Krankheit beim Tier bei der Analogiesuche mit den humanen AMB.
Die Unwissenschaftlichkeit der Tierhomöopathie durch Vergleich der phänomenologischen Symptome der humanen Materia Medica mit interpretierenden Aussagen des Tierbesitzers. Wie man damit umgeht, damit die unpräzise Suche nach der Ähnlichkeit verbessert wird. Strategien, Schulung des Bewusstseins, um Fehlerquellen in der Tierhomöopathie. zu minimieren.
Erkenntnisse aus der humanen Arzneimittel-Prüfung für Tierhomöopathen bezogen auf die Similität. Es gibt viele Pseudoähnlichkeiten schon in der Humanhomöopathie. Noch mehr Scheinähnlichkeiten gibt es zwischen einem kranken Tier und der humanen Mat. Med. Wo die Fallen stecken.
Beim Tier werden bei der Anamnese im Bereich des Verhaltens sog. Endhandlungen berücksichtigt und diese mit der Mat. Medica analogisiert. Das ist falsch! In der Materia Medica finden sich fast ausschließlich Symptome aus der Appetenzphase. Warum? Wie man korrekt vorgehen soll.
Das Problem des vollständigen Symptoms in der Tierhomöopathie. Warum dieser einfache Weg zum ähnlichen Mittel in der Tierhomöopathie scheitern kann. Die Rolle der klinischen Diagnose. Die Rolle der subjektiven Symptome bei der Suche nach der Ähnlichkeit. Wie sich Empfindungen beim Tier objektivieren lassen. Ohne klinische Diagnose kein Ort der Krankheit. Wenn kein Ort bekannt ist, sind Modalitäten nicht zuzuordnen.
Krankheitssymptome und Symptome der Typenlehre. Wie geht man damit in der Tierhomöopathie um? Wo beginnt und endet homöopathisches Denken?
Definition der idiopathischen und Folgesymptome bei Tieren. Die Rolle der Motivation und der Endhandlung bei Verhaltenssymptomen bezogen auf die Begriffe idiopathisch und symptomatisch. Hier stellt sich die Frage nach der eigentlichen Ähnlichkeit und nach der Frage des konstitutionellen Denkens. Sind das die homöopathischen Wege, die Hahnemann gemeint hat?
Definition von Verhaltenssymptomen.
Gefahr bei der Analogisierung der sog. behavioristischen Symptome mit AMB. Symptome, die auf Lernkomponente zurückgehen.
Das Phänomen der Gemütssymptomatik in der Tierhomöopathie. Warum sich in so vielen Tierkasuistiken diese Symptome finden. Ähnlichkeit zu einem humanen AMB durch konstitutionelle Symptome des Tieres?


Die Arznei

Arzneimittelbild für die Tierhomöopathie.
Warum die bis heute durchgeführten AMP am Tier keine Bedeutung haben. Beispiele für AMP aus der Vergangenheit und Gegenwart am Tier – Kommentar dazu.
Wie eine Arzneimittelprüfung für Tiere aussehen sollte.
Rolle der Placebo und Blindstudie bei der AMP bei Tieren.
Warum wird in Zukunft eine AMP für Tiere nie eine Bedeutung haben. Sollte die AMP durch Ethologen durchgeführt werden, wird sie zur Aufzeichnung von Endhandlungen reduziert, die in verschiedenen Funktionskreisen aufgegliedert werden. Damit wird die Materia Medica im Bereich der Verhaltenssymptome auf ca. 300 Symptome reduziert! Die heutigen Repertorien für Tiere haben ca. 2000 Symptome. Beispiele aus dem Wolfs-Ethogramm von Klinghammer und dem Repertorium von A. Grafe.
Indizien für die echte Wirkung eines Mittels bei der AMP für den Hund. Wege zur Beurteilung in der Praxis, ob ein Mittel wirkt oder nicht.
Eine Arznei löst bei einem Tier Prüfungssymptome aus. Ein Filmclip. Die Schüler sollen sich in die Rolle des Prüfungsleiters versetzen und ein Protokoll erstellen, das für andere, die das Tier nicht sehen, verständlich ist und ein genaues Nachvollziehen der Symptomatik ermöglichen. Eine Kostprobe für AMP beim Tier.
Warum die genaue Besprechung einer simultanen AMP bei Tieren – sogar ihre tatsächliche Durchführung – von Vorteil ist. Selbst bei der Gewissheit, dass sie zur Bereicherung der Materia. Medica nichts beiträgt, so ist sie doch von großem Nutzen für Tierhomöopathen.
Die AMP am menschlichen Probanden bietet zwar die Matrize für Vergleiche mit den tierischen Symptomen, aber es gibt Lücken im AMB, die nur durch toxikologische Studien einer Arznei geschlossen werden können. Toxische Symptome als Vervollständigung der Symptomatik eines AMB für Tiere. Nur durch toxische Symptome und aus destruktiven Erscheinungen erfahren wir das AMB bei Juvenilen. Hier muss aus ethischer Sicht auf jede Prüfung verzichtet
Klinische Symptomatik bei Tieren als weitere Vervollständigung des AMB für Tiere. Grundsätzlich eine gute Quelle für die Vervollständigung des tierischen AMB, aber die Quellen aus denen sie kommen, sind wenig vertrauenswürdig.


Der Kranke

Die Rolle der klinischen Diagnostik bei der Beurteilung der Symptome der kranken Tiere.
Kasuistiken als Beispiele für die Notwendigkeit einer klinischen Diagnose bei der Analogisierung.
Klinische Diagnose als Hilfe bei der Beurteilung der Symptomatik nach Verordnung des Mittels.
Klinische Diagnose als Hilfe bei der Beurteilung von Folgesymptomen und pathognomonischen Symptomen.
Die Ebene der Krankheiten beim Tier und die Rolle des unbewussten Erlebens der Krankheit. Damit hat sich wirklich noch keiner auseinander gesetzt. Die Quelle für Informationen ist nicht das Tier selbst, sondern der subjektive Betrachter – der Tierbesitzer. Ziel der Befragung: Erfahren von möglichst vielen hoch in der Hierarchie stehenden vollständigen Symptomen und das Finden von kausalen Zusammenhängen.


Fallaufnahme in der Tierhomöopathie

Die Unterschiede zur Fallaufnahme in der Humanhomöopathie. Welches Ziel verfolgt der Tierhomöopath bei der Fallaufnahme? Fehlerquellen. Wenn sich eine Rubrizierung wegen gleicher Wortwahl erübrigt.
Die direkte Untersuchung des Tieres und der Wert der Symptome, die auf diese Weise erfahren wurden. Welche Symptome haben mehr Wert, die der Tierhomöopath vom Besitzer erfährt oder die er selbst direkt beim kranken Tier findet. Diese wichtige Frage klärt, ob eine Fernbehandlung in der Tierhomöopathie möglich ist.
Die Beziehung Mensch-Tier und deren Bedeutung für die Anamnese. Arbeiten von O´Farell, Turner, Askew.
Test der Beziehung zwischen Tier und Besitzer. Der Tierbesitzer ist die wichtigste Quelle für die Symptomatik des Tieres. Seine Aussagen müssen aber vorsichtig interpretiert werden - warum?
Die Anamnese, bezogen auf die Erkundung der Haltung, der Umwelt und des Wesens des Tieres sowie seine evtl. Verhaltungsstörungen. Um Zusammenhänge zu begreifen und die Verhaltenssymptome der Patienten zu verstehen, muss der Tierhomöopath wie ein Psychologe vorgehen. Nur so kann er diese korrekt bewerten.
Verhaltenssymptome und deren Bedeutung in der Tierhomöopathie. Klassifikation der Verhaltenssymptome aus tierhomöopathischer Sicht mit Hervorhebung der behavioristischen und sozio-ethologischen Symptome. Kasuistiken als Beispiele. Die Untersuchung des Tieres unter tierpsychologischem Aspekt ermöglicht das Erkennen analogisierbarer Symptome und Motivationen. Es minimiert die Fehlerquote bei der Bewertung der Verhaltenssymptome
Motivation und Endhandlungen. Warum eine Trennung der beiden Begriffe bei der Betrachtung des tierischen Verhaltens so wichtig ist bei der Findung eines ähnlichen Mittels. Erinnerung an die Führung der Dokumentation von Probanden bei der AMP.
Als Beispiel Kasuistiken, die zeigen, dass Verhaltenssymptome, die nach unserer Systematik gegliedert werden, wesentlich zur Mittelfindung beitragen.

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