Lernziele / Kompetenzen / Tätigkeit

Hunde-Sportwissenschaften Weiterbildung: Lernziele / Kompetenzen / Tätigkeit

Hunde-Sportwissenschaften Weiterbildung: Lernziele / Kompetenzen / Tätigkeit Hunde-Sportwissenschaften Weiterbildung: Lernziele / Kompetenzen / Tätigkeit

Was sind die Lernziele, Kompetenzen und Tätigkeiten?

Den sehr umfangreichen hundesport-wissenschaftlichen interdisziplinären Themenkomplex kann der interessierte Tiermediziner, Hundetrainer, Tierheilpraktiker, aber speziell Hundephysiotherapeut in sein vorhandenes Fachwissen integrieren und sich auf diese Weise dieses hochinteressante Tätigkeitsfeld erschließen.

Als Physiotherapeut oder Tierheilpraktiker haben Sie bereits umfangreiches Wissen über Anatomie, Physiologie, Krankheiten und Therapieansätze. Diese Vorkenntnisse unterstützen Sie dabei, das Sport-Training und die damit zusammenhängende gesundheitliche Problematik von Anfang an so zu gestalten, dass körperliche Probleme gar nicht erst auftreten bzw. sehr früh erkannt werden.

Vermittelt wird unter anderem, wie das Training gesunderhaltend und leistungssteigernd gestaltet werden kann und welche besonderen Belastungen es für das Tier in den unterschiedlichen Sportarten generell gibt. Denn im Vordergrund steht selbstverständlich immer das Wohl des Tieres.

Lehrgangsziele für den Sporthundephysiotherapeuten:

  • Verständnis für die Gesamtzusammenhänge im Hundesport aus gesundheitlicher Perspektive
  • Kenntnis der Hundesportarten mit ihren Beanspruchungen und Belastungen
  • Berücksichtigung anatomischer Besonderheiten in der sportlichen physiotherapeutischen Begleitung
  • Unterstützung unter Beachtung der funktionellen Anatomie
  • Kenntnisse der Grundbewegungen des Hundes im sportlichen Bezug
  • Praktische Planung und Umsetzung sportphysiotherapeutischer Trainingspläne
  • Anwendung der Kenntnisse der sportlichen Bewegungen – sportartenübergreifend und spezifisch – in der sportphysiotherapeutischen Praxis
  • Sportphysiotherapeutische Übungen unter Berücksichtigung der Biomechanik
  • Grundlagenwissen der Bewegungswissenschaften in praktischer Anwendung
  • Spezifisches Wissen:
    • der morphologischen Bewegungsanalyse
    • der biomechanischen Bewegungsanalyse
    • der funktionalen Bewegungsanalyse
    • der ganzheitlichen Bewegungsanalyse in der praktischen Anwendung sportphysiotherapeutischer Bewegungsschulung
  • Individuelle Betrachtung des Sporthundes
  • Anwendung der sportlich orientierten Erstanamnese
  • Berücksichtigung der sportlichen Anforderungen
  • Berücksichtigung der sportlichen Belastungsbereiche
  • Berücksichtigung der sportlichen der Trainingskonzeption
  • Unterstützung zur Modifikation der Trainingsbewegungen
  • Unterstützung zur Modifikation einzelner Bewegungsabläufe
  • Gesunderhaltung des Sporthundes
  • Leistungsoptimierung unter gesunderhaltenden Aspekten
  • Verbesserung der Unfallprävention
  • Kompetenz im Umgang mit den Hundesportlern
  • Kooperation mit begleitenden Fachbereichen
  • Training mit jungen Hunden
  • Ausgleichstraining
  • Erweitertes individuelles Sprungtraining
  • Optimierung des Sprungverhaltens unter gesunderhaltenden Gesichtspunkten
  • Training des alternden Sporthundes
  • Wiederherstellung nach Verletzungen und Trainingspausen
  • Begleitung des Sporthundes in der Rekonvaleszenz

Der Hundesportwissenschaftler ist mit allen Abläufen, Regelwerken und Einzelheiten der unterschiedlichen Sportarten und ihren Besonderheiten vertraut. Nur so ist gewährleistet, dass der Sporthund optimal betreut und auf die jeweilige Sportart vorbereitet werden kann. Essentiell ist dabei ein genaues Verständnis des Gangbildes und der Bewegungsmuster des Tieres, deren Analyse Aufschluss über bestmögliche Trainingsansätze und Therapiepläne gibt. Der Bewegungsapparat soll physiologisch korrekt und sportorientiert trainiert und aufgebaut werden. Wichtig ist dabei, den eigenen Blick zu schulen und ein Gespür für die Physiologie des Hundes zu bekommen. Aus diesem Grund ist eine vorhergehende Ausbildung zum Physiotherapeuten oder Tierheilpraktiker zwingend notwendig. Unterschiedliche Trainingsansätze werden vorgestellt; Ziel soll es aber sein, aufgrund der fachlichen Ausbildung selbst Trainings- und Therapiepläne, passend für jeden einzelnen Hund und dessen individuelle Bedürfnisse konzipieren zu können.

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