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Epilepsie

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Begriff Definition
Epilepsie

Epilepsie - Definition und Geschichte: Das Wort Epilepsie stammt aus dem Griechischen und bedeutet „von etwas befallen oder ergriffen sein“. Früher wurden auch die Begriffe „Fallsucht“ oder „Krampfleiden“ verwendet.

Die Definition der Internationalen Liga gegen Epilepsie (International League against Epilepsy, ILAE) und das internationale Büro für Epilepsie (International Bureau for Epilepsy, IBE) beschreiben Epilepsie als „eine Störung des Gehirns, die durch eine dauerhafte Neigung zur Entwicklung epileptischer Anfälle sowie durch die neurobiologische, kognitiven, psychologischen und sozialen Konsequenzen diesen Zustand kennzeichnen.“ Dabei kann die Art und Weise der Anfälle sehr variieren. Letztlich ist es ein Oberbegriff für eine neurologische Störung im Gehirn mit ganz unterschiedlicher Ursache. Die Definition einer Epilepsie setzt das Auftreten mindestens eines epileptischen Anfalls voraus. Wobei Anfälle auch ein Einzelereignisse bleiben können. Obwohl unsere medizinische Wissenschaft sehr weit fortgeschritten ist, ist Epilepsie eine der Erkrankungen, die uns immer noch Rätsel aufgibt.

Bekannt ist die Krankheit seit alters her, sowohl bei Menschen, als auch bei Tieren. Sie ist eine der am besten dokumentierten Pathologien überhaupt. In der ägyptischen Antike wurde Epilepsie gefürchtet, bei den Griechen galten Epileptiker als heilige Visionäre. Aus dieser Zeit stammt der alte Name Morbus sacer, Heilige Krankheit. Im Dritten Reich waren Epileptiker als unwert stigmatisiert und wurden zu Versuchszwecken missbraucht. Der griechische Arzt Hippokrates versuchte Epilepsie durch Behandlungsmethoden wie Schröpfen, Diätetik und Purgieren zu behandeln. Andere verwendeten Kräuter. Zur Zeit der Inquisition wurden Epileptiker gefoltert und verbrannt: Sie galten als vom Teufel besessen. Bekannte Persönlichkeiten der Geschichte und der Kunst haben daran gelitten, darunter vermutlich Alexander der Große, Julius Cäsar und Dostojewski.

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