Anforderungen an eine ATM Hospitationsstätte

Anforderungen an eine ATM Hospitationsstätte

Wir sind uns bewusst, dass Absolventen zwar eine Praxistauglichkeit haben, aber ihnen Routine, Erfahrung und oft auch der Mut fehlen, um sich selbständig zu machen. Sie brauchen Sicherheit und Praxiserfahrung, die ihnen nur kompetente Kollegen vermitteln können. Zu diesem Zweck haben wir Kriterien für die Zertifizierung von Praxen entwickelt. Wer sich um den Titel "Zertifizierte ATM-Lehrpraxis" bemühen möchte, muss diese Kriterien erfüllen.

ATM Zertifizierungskriterien:

§1 Anforderungen an den Praktikumsleiter¹

  1. Das Praktikum darf nur ein ATM-Absolvent durchführen, der erfolgreich die ATM-Abschlussprüfung in dem Fach abgelegt hat, in dem er das Praktikum anbietet.
  2. Er muss mindestens zwei Jahre Praxiserfahrung pro Tierart haben. Sollten vorherige praktische Erfahrung in artverwandten Berufen (z.B. TFA) vorliegen, kann im Einzelfall über eine Teilnahme entschieden werden.
  3. Regelmäßige Fortbildungen mit Nachweis (alternativ Verbandsmitgliedschaft FNT) sind erforderlich.
  4. Es dürfen keine Konflikte mit den Gesetzen bestehen.
  5. Der Praktikumsleiter sollte neben der fachlichen Inhaltsvermittlung dem Praktikanten auch Auskünfte zu rechtlichen Rahmenbedingen (z.B. Melde- und Dokumentationspflichten) und betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Themen (z.B. bei Praxisgründung) geben können. Daher ist es Pflicht, dass der Praktikumsleiter den IHK Zertifikatslehrgang "Betriebswirtschaftliche Grundlagen für die Tiernaturheilkunde (IHK)" bei der ATM absolviert hat (Konditionen und weitere Details dazu sind im ATM-Sekretariat bei Frau Carina Flanz zu erfragen).

§2 Anforderungen an stationäre Praxen

  1. Stationäre Praxen müssen einen Untersuchungs- und Behandlungsplatz/-raum besitzen, der das sichere Durchführen einer Behandlung für die Beteiligten gewährleistet.
  2. Baurechtliche Vorschriften bezüglich der Praxisräume müssen gewährleistet sein (z.B. Toilette, Warteraum).
  3. Die Räume müssen in einwandfreiem hygienischem Zustand sein.

§3 Ablauf

  1. Der Praktikumsleiter teilt der ATM mit, ab welchem Datum er seine Praxis als Praktikumsstätte zulässt. Ab diesem Datum wird er auf der ATM-Homepage gelistet.
  2. Auf der ATM-Homepage wird ein Profil des Praktikumsleiters eingestellt, dass ihn vorstellt und eine Übersicht über seine Therapiearten und seinen Praxisalltag gibt.
  3. Die terminliche Vereinbarung, der Umfang und die Dauer des Praktikums können individuell zwischen dem Praktikumsleiter und dem Praktikanten erfolgen.
  4. Es ist dem Praktikumsleiter gestattet, mehrere Praktikanten gleichzeitig aufzunehmen, wenn die Sicherheit der Teilnehmer dadurch nicht gefährdet wird.
  5. Die Behandlungsfälle während des Praktikums sollen mit den Praktikanten nachbesprochen werden, damit sie das Vorgehen des Praktikumsleiters verstehen und Fragen gestellt werden können.
  6. Nach jedem Praktikum bescheinigt der Prüfungsleiter dem Praktikanten die Anwesenheit – wenn vom Praktikanten gewünscht. Die Bescheinigung darf nur bei ATM-Schülern/-Absolventen im ATM Layout abgegeben werden.
  7. Sollte dem Praktikumsleiter ein Praktikant während des Praktikums negativ auffallen, ist dies an die ATM zu melden. Der Praktikant ist ebenfalls berechtigt, negative Erfahrungen während des Praktikums zu melden. Die ATM wird dann zu beiden Parteien Kontakt aufnehmen, um die Situation zu klären.
  8. Es ist erwünscht, dem Praktikanten Informationen über Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe der Praktikumsstätte zu geben.

§4 Rechtliches

  1. Während eines Praktikums im Praktikumsbetrieb sind die Praktikanten über die gesetzliche Unfallversicherung des Betriebes abgesichert. Der Betrieb braucht die Praktikanten hierfür nicht der Berufsgenossenschaft melden. (Eine Meldepflicht bestünde nur dann, wenn die Praktikanten für ihre Hospitation von dem Betrieb ein Entgelt erhalten würden).
  2. Für Unfälle, die durch grobe Verletzung des Praktikumsleiters entstanden sind, haftet dieser selbst.
  3. Eine Niederlassungsklausel im Umkreis von 30 km ist obligatorisch zum Schutz des Praktikumsleiters. Der Radius kann aber vom Praktikumsleiter auf eigenen Wunsch verändert werden.

§5 Auftritt der Praktikumstätte in der Öffentlichkeit

  1. Die zertifizierte ATM-Praktikumsstätte muss den Zusatz und das Logo "Zertifizierte ATM-Praktikumsstätte" auf seine Internetseite aufnehmen und damit werben. Das Logo verlinkt automatisch auf die Seite der ATM (Ausbildung zum Tierheilpraktiker/Tierphysiotherapeuten).
  2. Die ATM gibt auf ihrer Homepage einen Hinweis auf die zertifizierten Praxen und händigt entsprechendes Informationsmaterial an die Schüler aus.
  3. Um Verwischungen in den Seminarangeboten zu vermeiden, darf der Praktikumsleiter/Praktikumsberechtigte keine Seminare für Dritte anbieten, die in Konkurrenz mit dem ATM-Seminarangebot stehen. Seminare für private Tier-/Patientenbesitzer sind hiervon ausgenommen.
(1) Definition des Praktikumsleiters: Praktikumsleiter ist derjenige, der berechtigterweise das ATM-Praktikum in der von der ATM zertifizierten Praktikumsstätte selber durchführt. Er kann auch Assistenten/Helfer beauftragen, die ihm dabei helfen. Diese müssen aber ATM-Absolventen sein. In der zertifizierten Praktikumsstätte der ATM dürfen auch unter Leitung des Praxisinhabers Praktika von ATM-Referenten durchgeführt werden.

Zertifizierung einer Praktikumsstätte

Wir geben unseren Absolventen die Möglichkeit, ihre Praxis zertifizieren zu lassen und dadurch zu einer Lehrpraxis zu machen.

Jetzt Tierheilpraxis zu einer ATM zertifizierten Hospitationsstätte umwandeln!

Soziale Netzwerke