Eine sehr alte Therapiemethode - gelehrt an der ATM
Tierakupunktur
Die Therapie mit Nadeln oder Moxibustion
Die Tierakupunktur als ganzheitliche Therapieform
Akupunktur ist ein Paradebeispiel dafür, dass eine Therapie auch ohne Arzneimittel und nur mit Nadeln oder Moxibustion funktionieren kann. Weitere Besonderheiten der Akupunktur sind deren ausgefeilte ganzheitlich orientierte diagnostische und therapeutische Regeln nach der Chinesischen Traditionellen Medizin. Die praktische Anwendung der Akupunktur setzt ein sicheres Verständnis der Methodik und der Akupunkturpunkte voraus. Diese liegen je nach Tierart an unterschiedlichen, aber vergleichbaren Stellen. Das zu erlernen ist anspruchsvoll – wird an der ATM jedoch durch klar strukturierten Live-Online-Unterricht, fachpraktische Seminare, anschauliche Visualisierungen der Meridianverläufe und Punkte sowie begleitende Unterlagen gut nachvollziehbar vermittelt. Sind die theoretischen Konzepte der TCM und die Meridianverläufe bekannt, lassen sich für die Schüler der ATM die therapeutischen Möglichkeiten auch auf die mit der Akupunktur verwandten Verfahren ausweiten.
Das Heilen mit Nadeln – eine sehr alte Therapiemethode
Akupunktur - Zur Geschichte der Tierakupunktur
Neben der Kräutertherapie ist die Akupunktur die älteste chinesische Therapiemethode. Man benutzte schon in Indien vor 7.000 Jahren eine Nadel zur Heilung von Beschwerden nach der einfachen Regel der Locus-dolendi-Punktur ohne den thaoistischen Therapiegedanken.
Der älteste Beweis, dass sich die Tierakupunktur parallel zur Humanakupunktur entwickelte, ist eine mittlerweile 3.000 Jahre alte Schrift, die eine Akupunkturbehandlung bei Elefanten beschreibt. In China wird Pao Lo als Vater der Tierakupunktur betrachtet. Er lebte um 500 v. Chr..
In China lebende Jesuiten brachten das Wissen über die Akupunktur nach Westen. Das erste Werk zur Akupunktur tauchte schon 1671 auf. Es wurde von P. P. Harvieu, einem Jesuiten, verfasst. Bei Tieren setzte sich die Akupunktur in Europa erst ca. 50 Jahre später durch.
Der Begriff Akupunktur leitet sich nicht aus dem Chinesischen, sondern vom Lateinischen ab. Er geht zurück auf acus = die Nadel und pungere = stechen. Bei dieser Therapiemethode wird die Haut an bestimmten Punkten mit der Nadel gestochen, entweder um Erkrankungen vorzubeugen oder um diese zu therapieren. In der heutigen Zeit wird diese klassische Punktestimulation oft durch Laser, Licht, elektrische Stimulation oder Hautreize mittels Kräuter oder Blutegel ersetzt.
Yin und Yang – das Gleichgewicht des Organismus
Das energetische Gleichgewicht in der Tierakupunktur
Sowohl der chinesische Arzt für Tierakupunktur als auch der westliche Arzt, der Schulmedizin praktiziert, können den Körper auf unterschiedliche Weise behandeln, und der Patient kann durch die Bemühungen beider genesen. Das geschieht trotz der unterschiedlichen theoretischen und praktischen Ansätze und beweist, dass beide Methoden nebeneinander ergänzend praktiziert werden können und beide ihre Berechtigung haben.
Die chinesische Medizin unterscheidet sich von der westlichen schon allein durch die Betrachtungsweise der Krankheit und beruht auf der Aufrechterhaltung oder der Herstellung eines energetischen Gleichgewichts im Organismus und zwischen dem Organismus und der Umwelt. Das Gleichgewicht des Körpers kann als Verhältnis zwischen Yin und Yang ausgedrückt werden. Die Wiederherstellung der Gesundheit wird durch die Stimulation der Akupunkturpunkte erreicht. Die Grundgedanken der Traditionellen Chinesischen Medizin geben die Möglichkeit, das Tier, die Krankheit und die Umwelt in anderen Dimensionen zu sehen.
Um die Therapie einzuleiten, werden Akupunkturpunkte, die auf bestimmten Bahnen, den sog. Meridianen, lokalisiert sind, genadelt oder entsprechend stimuliert. Die Auswahl der Punkte sowie die Stimulationstechnik hängen von der Art der Erkrankung ab. Die Meridiane stehen in Verbindung mit Organen, Gewebearten, Sinnesorganen und sogar Emotionen in einem funktionellen Zusammenhang. Durch entsprechende Stimulation der Punkte in einer bestimmten Kombination lassen sich unterschiedliche Effekte erzielen und die verschiedensten Krankheiten behandeln.
- Kenntnisse über den Verlauf der Meridiane und die Lage der Akupunkturpunkte sind ein zentrales Thema der Tierakupunktur. Das von der ATM entwickelte 3D-Animationsprogramm unterstützt sehr einprägsam und anschaulich beim Lernen und Verstehen.
Von der Theorie in die Praxis
Die Tierakupunktur innerhalb der Tierheilpraktiker Ausbildung
In der Ausbildung müssen einerseits die theoretischen Grundlagen der TCM gelehrt werden und andererseits die Topografie der Akupunkturpunkte, die oft eine Hürde bei deren unsicherer Lokalisation sind, praktisch geübt werden.
Die Therapie wird durch Stimulation der Punkte durchgeführt. Es gibt viele Möglichkeiten, um Punkte zu stimulieren. Wir beginnen die Praxis mit nicht invasiven Methoden und zeigen verschiedene Stimulationsmöglichkeiten, z.B. mit Hitze, Kälte, Ultraschall, Kräuterstempel, Hot Stones, Blutegeln, Elektrostimulation und Laserpunktur.
Der Vorteil dieser Methoden ist, dass sich auch der junge Akupunkteur traut, erste Schritte zu unternehmen; denn selbst wenn er nicht exakt im Punkt behandelt, wird sich eine Wirkung zeigen und Gefahren werden weitgehend eliminiert.
Bis man als Praktiker präzise mit der Nadel im Punkt arbeitet, vergeht eine gewisse Zeit, die mit der Praxiserfahrung zusammenhängt. Der Einstieg in die Nadelakupunktur ist also von der Erfahrung abhängig. Einige Praktiker greifen gar nicht erst zur Nadel, weil sie auch ohne diese gute Erfolge erzielen. Zum Teil kann die Nadelakupunktur nicht das erreichen, was die Elektro- oder Thermostimulation am Punkt schafft.
Die Tierheilpraktiker-Ausbildung der ATM verbindet Live-Online-Unterricht, fachpraktische Seminare und begleitende Literatur zur Akupunktur mit zahlreichen Übungen an realen Fällen. Im Seminar stellen dir die Dozenten konkrete Fallgeschichten vor, die du zunächst selbst bearbeitest. Anschließend werden die Lösungswege gemeinsam besprochen und fachlich eingeordnet. So übst du direkt, theoretische Grundlagen auf praxisnahe Situationen zu übertragen.
In den Präsenzpraktika arbeitest du an echten Patienten und entwickelst unter fachlicher Anleitung passende Therapieansätze – je nach Fall auch unter Einbezug der Akupunktur. Ergänzend bieten fachpraktische Live-Online-Formate Raum, um Akupunkturthemen gemeinsam zu besprechen, Fragen direkt zu klären und Behandlungsansätze fallbezogen einzuordnen.
Inhalte der Tierakupunktur Ausbildung an der ATM
TCM und Akupunktur: Methodik, Fallarbeit, Anwendung
Im Live-Online-Unterricht und in fachpraktischen Seminaren zur TCM geht es um grundlegendes Wissen zum Verständnis der Chinesischen Medizin und des Leitbahnensystems, die Energetik der Zang-Fu-Organe und Syndromdifferenzierung, die Diagnosestellung nach Kriterien der Chinesischen Medizin, die Lokalisation wichtiger Punkte und Meridianverläufe, Nadelungstechniken und weitere Formen der Punktestimulation sowie Grenzen und Risiken der Akupunktur.
Im Rahmen der ATM-Tierheilpraktiker-Ausbildung erhältst du zur Akupunktur:
- TCM und Akupunktur live erarbeiten: zweimal zwei Tage Live-Online-Seminar zur Methodik und Fallbearbeitung
- Anwendung gemeinsam einordnen: fachpraktische Live-Online-Formate mit Raum für Fragen, Fallarbeit und praktische Umsetzung
- ergänzend nachschlagen: vier begleitende Lehrskripten zur TCM und Akupunktur zur persönlichen Vertiefung
- ein Lehrskript mit Arbeitsunterlagen zur Akupunktur, um Inhalte aus den Live-Formaten nach eigenem Interesse praktisch nachzuvollziehen
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