Lernziel

Lernziel der Tierchiropraktik Ausbildung

Lernziel der Tierchiropraktik Ausbildung Lernziel der Tierchiropraktik Ausbildung

Was ist das Ziel der Tierchiropraktiker Ausbildung?

Hauptaugenmerk der chiropraktischen Behandlung ist das Skelettsystem, vor allem die Wirbelsäule mit ihren funktionellen Einheiten und die Gelenke. Eine besondere Rolle in der Chiropraktik spielen die gestörte Funktion der Wirbelsäule und deren Auswirkungen auf das Nervensystem und auf den Gesamtorganismus. Diese Funktionsstörungen der Wirbelsäule können unter anderem durch Traumata, fehlende Bewegung, sportliche Überforderung oder Schonhaltungen aufgrund von Problemen in Gelenken hervorgerufen werden, was wiederum zu Muskelverspannungen, Schmerzen, Steifheit und auch zur Beeinträchtigung des Nervensystems führen kann.

Subluxierte Wirbel können beispielsweise zur Kompression der Spinalnerven führen, welche dann die Reizweiterleitung vermindert oder unterbricht. So kommen Informationen unvollständig oder gar nicht mehr am Zielorgan an (Muskulatur, innere Organe, Haut). Neben auftretenden Schmerzen können so auch, vermeintlich von der Wirbelsäule losgelöste, Krankheitssymptome innerer Organe auftreten. Blockaden einzelner Wirbel haben in den meisten Fällen Einfluss auf die gesamte Wirbelsäule und damit auch auf andere Bereiche des Bewegungsapparates.

Mit chiropraktischen Behandlungstechniken werden Blockaden gelöst, Gelenke justiert oder manipuliert und chronischen Schmerzen, sowie akuten und chronischen Organleiden, entgegengewirkt. Zudem wird die Physiologie von Muskulatur und Gelenken wiederhergestellt und deren Vaskularisation verbessert. Somit hat die Chiropraktik Einfluss auf den gesamten Biomechanismus und zielt auf eine Schmerzreduktion und Normalisierung des Zusammenspiels von Muskulatur, Gelenken und inneren Organen ab.

Lernziele der Ausbildung sind:

  • Das für die Tierchiropraktik erforderliche, theoretische und praktische Verständnis der anatomischen Strukturen und der Bewegungsmechanik
  • Sensibilität und Einschätzungsvermögen vorliegender Probleme und eigener Grenzen
  • Fähigkeit, manuelle Befunde zu erheben
  • Wissensverarbeitung und Wissenstransfer bei der Befunderhebung und praktischen Anwendungen
  • Verstehen und richtiges Deuten des Ausdrucksverhaltens der vorgestellten Tiere und damit Rückschluss auf deren Befindlichkeiten
  • Kritische Einschätzung der Befunde und der Prognose in Hinblick auf in Frage kommende Therapiemethoden
  • Kenntnisse zu Dokumentation und Evaluation der Praxisfälle

Voraussetzungen

Umfassende anatomisch-topografische Kenntnisse zählen zu den wichtigsten und elementarsten Fähigkeiten des Chiropraktikers.

Jede anatomische Struktur und Funktion, jeder funktionelle strukturelle Befund, jede Druckdolenz, palpatorische Befunde, Haltung, Gangarten, neurologische Befunde usw. müssen mit Leichtigkeit abrufbar sein. Auch die Korrektur der Befunde hinsichtlich Kondition, Konstitution, Alter und Nutzungszweck des untersuchten Tieres muss geschickt zu den sonstigen Befunden in Relation gesetzt werden. Daher bilden physiotherapeutische Kenntnisse die Voraussetzung für die Ausbildung zum Tierchiropraktiker.

Diese erwerben Sie im Lehrgang der Tierphysiotherapie. Sie setzen mit der Ausbildung zum Tierchiropraktiker genau dort an, wo Sie im Zuge des Tierphysiotherapeuten aufgehört haben. Beide Kurse sind aufeinander abgestimmt und damit das Wissen stufenweise aufbaubar.

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