Ratgeber

Werben in der Tierheilpraxis - Teil 1

Die bunte Welt der Werbung – was passt zum seriösen Beruf des Tierheilpraktikers? Foto: rh2010, Fotolia Die bunte Welt der Werbung – was passt zum seriösen Beruf des Tierheilpraktikers?

Werbung - passt das zum seriösen Beruf des Tierheilpraktikers?

Möglichkeiten, Werbung zu platzieren und viel Geld dafür auszugeben, gibt es viele. Nicht alle aber machen für einen Tierheilpraktiker Sinn. Lesen Sie, welche Werbemittel für Tierheilpraktiker geeignet sind und wie Sie sinnvoll – und vor allem kostengünstig – damit umgehen können.

Kurze Antwort: Ja. Klappern gehört zum Geschäft. Auch Werbung kann (und sollte) seriös sein, was nicht heißt, dass sie langweilig sein muss oder optisch zurückhaltend. Natürlich sollte Sie nicht das blaue vom Himmel lügen und auch sonst keine hanebüchenen Versprechen machen und ebenso wenig mit zweifelhaftem Schenkelklopferwitz oder Plattitüden daherkommen. Werbung sollte auch keine Ängste schüren und keine Panik machen. Das Feld der Werbung ist groß und schwer zu überschauen. Wir kümmern uns daher heute um die einfachsten Werbeformen, die ohne große Bild-/Headline-Mechaniken auskommt, ohne große Stories und ohne große, intelligente Botschaften. Das ist sicherlich auch für die Praxis eines Tierheilpraktikers machbar, sollte dann aber unbedingt in die Hände von Profis gelegt werden. Wir konzentrieren uns in diesem Artikel auf die Werbebotschaften, die der Tierheilpraktiker mit sogenannten „Eigenbordmitteln“ umsetzen kann. Dazu brauchen Sie Folgendes:

  • Den Datensatz ihrer Geschäftsausstattung. D. h. Logo, Schriftzug, Schriften – wenn Sie über ein entsprechendes Programm verfügen, auch die offenen Layout-Dokumente aus den Gestaltungsprogrammen, die Sie von Ihrem Grafiker bekommen.
  • Grafische Varianten Ihrer Visitenkarte in unterschiedlichen (kleinen) Formaten mit unterschiedlichen Inhalten (z. B. nur Logo und Name mit Web-Adresse und Telefonnummer, oder Logo und Telefonnummer und Auflistung Ihrer Kernkompetenzen in knackigen Begriffen) – auch das kann Ihr Grafiker/Ihre Grafikerin vorbereiten, so dass sie die entsprechenden Dateien bei Bedarf einfach nur übermitteln müssen.
  • Eine Datensammlung über sämtliche in Ihrer Umgebung möglichen Werbemedien.

Hier ist wichtig zwischen den Werbemedien zu unterscheiden, die Geld kosten und denen, die kostenfrei bzw. überwiegend kostenfrei sind.

Fangen wir mit dem an, was Geld kostet. „Alles teuer und bringt sowieso nichts“, ist etwas, was man von Werbelaien oft hört. Lassen Sie sich nicht von dieser Negativhaltung beeinflussen, sondern prüfen Sie unvoreingenommen die vorhandenen Werbemöglichkeiten. Dabei sind Tierheilpraktiker, die ihre Praxis in einer Stadt oder einem Ballungsgebiet haben, natürlich ein bisschen mehr gefordert, da sich hier naturgemäß mehr Werbemedien anbieten als in ländlichen Gebieten.

Werbung für Tierheilpraktiker in der Tageszeitung

Eine Tageszeitung hat in der Regel eine recht große Auflage. Sie erscheint täglich und man kann daher kurzfristig Werbung platzieren. Leider sind – auch sehr kleine – Anzeigen in Tageszeitungen recht kostspielig. Die Kosten hierfür können den zu verarbeitenden Nutzen oft übersteigen. Will heißen: Es kann zwar sein, dass Sie für Ihr Geld unglaublich viele Leute in ihre Praxis spülen, aber da Sie nur zwei Hände haben, ist Ihr Umsatzpotential pro Tag auf das begrenzt, was sie persönlich schaffen. Möglicherweise können Sie die Termine noch auf ein paar Tage strecken – aber in der Regel werden Sie es nicht schaffen, einen Gewinn zu erzielen, der die Kosten der Anzeige übersteigt.

Das muss auch generell nicht unbedingt so sein und kann Ihnen trotzdem nutzen, z. B. wenn Sie ihre Praxis neu eröffnen. Oder wenn Sie einen Kollegen in die Praxis aufnehmen. Oder wenn Sie Jubiläum feiern oder Ähnliches. Dann sind die Kosten der Anzeige nicht mehr direkt mit dem mit ihr erzielten Umsatz verbunden, sondern zahlen auf das Konto „Image“ ein, sind also „Dachwerbung“ für Ihre Praxis – Ihre Marke an sich.

Trotzdem: Eine Anzeige in der Tageszeitung hat in der Regel nur eine sehr kurze Halbwertzeit. Nach einem Tag ist die Anzeige vergessen. Und: Um im Wald der Anzeigen gesehen zu werden, brauchen Sie schon eine gewisse Anzeigengröße – und genau das lässt die Kosten explodieren.

Fazit: Anzeigen in der Tageszeitung nur in ausreichender Größe und nur, wenn besondere Anlässe dazu bestehen.

Werbung in der Wochenzeitung – verlässlicher Partner für den werbetreibenden Tierheilpraktiker?

Wochenblätter gibt es überall in Deutschland. In manchen Regionen ist sie sogar wichtiger und auflagenstärker als die Tageszeitung. Wochenblätter werden gelesen, sie sind kostenlos und werden dem Leser sogar nach Hause gebracht. Sie haben überdies eine starke, regionale Verwurzelung, was sie als Partner für den regional agierenden Tierheilpraktiker unentbehrlich macht.

Die Kosten für Anzeigen sind übersichtlich. Und oft sind auch sogenannte „Advertorials“ möglich, d.h. kleine (bezahlte) PR-Berichte über Ihre Praxis mit Bild. Diese Berichte schreiben Sie am besten nicht selbst (sondern ein Texter, der sich mit so etwas auskennt), aber haben diese trotzdem parat. Der Nachteil eines Wochenblatts ist nämlich, dass es vornehmlich Anzeigenverkäufer beschäftigt, aber keine Reporter und keine Journalisten. Die Artikel sind oft sehr kryptisch und voller Fehler. Das Gleiche gilt für die Fotos. Hier können Sie also mit einem vorbereiteten PR-Artikel und einem guten Foto auf günstige Art und Weise aus dem gesamten Kontext positiv hervorstechen. Schalten Sie regelmäßig kleine Anzeigen, dann kommen Ihnen die Redakteure oft auch mit Preisen für die Advertorials entgegen. So können Sie im Jahr durchaus zu verschiedenen Gelegenheiten kleine Artikel in Ihrer Wochenzeitung platzieren. Das zahlt sich aus und ärgert höchstens nur den Mitbewerber.

Anzeigen in Tier-Fachzeitschriften – lohnt sich das für den Tierheilpraktiker?

Diese Anzeigenplätze sind – zumindest im Kleinanzeigenteil – in der Regel sehr kostengünstig. Man ist versucht, hier auch den Streuverlust als gering einzuschätzen, da wahrscheinlich die meisten Menschen, die sich eine Tierzeitschrift kaufen, auch ein Tier haben bzw. anschaffen wollen. Auch sind die Auflagen für ein „Special-Interest-Magazin“ und damit die pure Zahl der möglichen Kontakte nicht zu verachten. Aber Obacht: Diese Magazine sind überregional, d.h. es gibt nur eine Ausgabe für das ganze Bundesgebiet. Und das heißt: Sie erreichen zwar mit jedem Leser auch einen Pferde/Hunde/Katzenhalter – aber möglicherweise gar niemanden, der auch in Ihrer Nähe wohnt und daher geneigt ist, Ihre Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Wohnen Sie in einer Großstadt oder in einem Ballungsgebiet kann so eine Anzeige im Kleinanteil jedoch durchaus Sinn machen. Erfragen Sie hier in der Anzeigenleitung die genauen Mediadaten, bzw. die verkaufte Auflage in einem bestimmten Postleitzahlgebiet und die Anzahl der Abonnenten. So werden Sie schnell erfahren, ob eine Anzeige sich lohnt.

Welche Werbemedien es noch gibt und wie Sie sie nutzen können, erfahren Sie in Teil 2 dieses Artikels. Er folgt in Kürze.

ATM Akademie

Die ATM vermittelt ein solides Basiswissen in der klassischen Schulmedizin, eine Voraussetzung für jeden Gesundheitsberuf. Die Referenten sind Hochschuldozenten, Fachtierärzte und Humanmediziner mit erheblicher Praxiserfahrung, Tierpsychologen, Biologen und Apotheker. Erfahrene Heilpraktiker sowie anerkannte Experten aus dem Bereich der Naturheilkunde führen die Praktika im Schulungszentrum Bad Bramstedt durch.

Webseite: www.atm.de

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