Lernziele

Hundefachwirt Weiterbildung: Lernziele

Lernziele der Hundefachwirt Weiterbildung (IHK) Lernziele der Hundefachwirt Weiterbildung (IHK)

Welche Lernziele verfolgt die Weiterbildung zum Hundefachwirt?

Eine bereits abgeschlossene Berufsausbildung sowie theoretische und praktische Kenntnisse im Bereich Hundetraining werden vor Beginn der Hundefachwirtausbildung vorausgesetzt. Daher fokussiert sich der ATM Lehrgang vor allem auf die Vermittlung der kaufmännischen und rechtlichen Themengebiete, die für die Prüfung gefordert werden. Theoretisch-kynologische Kenntnisse werden in dieser Ausbildung nur abgerundet oder aufgefrischt, praktisches Hundetraining hingegen ist kein Bestandteil dieser Ausbildung.

Sie möchten wissen, ob Ihre Vorkenntnisse, Qualifikationen und praktischen Erfahrugnen ausreichend zur Teilnahme am Lehrgang sind? Dann nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hier klicken für Selbsteinschätzungstest.

Lernziele im Überblick

Nach Abschluss dieses Lehrgangs sind Sie in der Lage, als Nachwuchsführungskraft in einem Unternehmen der Hundewirtschaft durchzustarten oder als selbstständig Gewerbetreibender Ihre eigene Hundeschule zu vergrößern, zum Beispiel indem Sie weitere Niederlassungen gründen, das Angebot erweitern und Mitarbeiter einstellen.

Daher hat der Lehrgang folgende Lernziele:

  • Erkennen und Bewerten gesamtwirtschaftlicher, betrieblicher sowie rechtlicher Zusammenhänge und Probleme und daraus Lösungen entwickeln
  • Einstellen, Einarbeiten, Anleiten, Motivieren und Führen von Mitarbeitern
  • Sichere und professionelle Kommunikation mit Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Kunden
  • Planung und Realisierung von Marketing- und Vertriebsstrategien unter Berücksichtigung des Wettbewerbs- und Marktumfeldes
  • Verständnis für und Überblick über buchhalterische Prozesse, bilanzielle Zusammenhänge, um die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens bewerten und steuernd eingreifen zu können
  • Hundehaltung und Hundetraining auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse bewerten und anleiten können, sowie Mitarbeiter diesbezüglich schulen können

Lehrgangs- und Prüfungsinhalte Hundefachwirt

Die detaillierten Inhalte der Abschlussprüfung und damit die Lernziele des Hundefachwirtlehrgangs sind in der Besonderen Rechtsvorschrift für die Fortbildungsprüfung zum Hundefachwirt (IHK)/zur Hundefachwirtin (IHK) der IHK Flensburg festgelegt. Diese legt sechs Handlungsbereiche fest, die ein Hundefachwirt bei der Prüfung vorweisen können muss.

1. Volks- und Betriebswirtschaft

  • Volkswirtschaftliche Grundlagen
  • Betriebliche Funktionen und deren Zusammenwirken
  • Existenzgründung und Unternehmensrechtsformen
  • Betriebliche Planungsprozesse

2. Recht und Steuern

  • Rechtliche Zusammenhänge
  • Rechtliche Grundlagen der Gutachtertätigkeit
  • Tierschutzrecht
  • Gesetzliche und private Unfallversicherungen
  • Tierhaftpflichtversicherung und Rechtsschutzversicherung
  • Steuerrechtliche Bestimmungen

3. Rechnungswesen

  • Grundlegende Aspekte des Rechnungswesens
  • Finanzbuchhaltung
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Auswertung der betriebswirtschaftlichen Zahlen
  • Planungsrechnung

4. Biologische Grundlagen

  • Ethologie
  • Anatomie / Physiologie
  • Neurologie / Neurophysiologie
  • Genetik
  • Ernährung / Erste Hilfe
  • Hundehaltung

5. Lernverhalten und Training

  • Umsetzung biologischen Grundlagen / praktische Anwendung
  • Problemverhalten
  • Ausbildungsziele und -anforderungen in der Sport- und Gebrauchshundeausbildung

Marketing

  • Marketingziele und Marketingplanung
  • Kundenverhalten
  • Marketingstrategien
  • Instrumente des Marketings
  • Marketing - Controlling

Rahmenstoffplan der Hundefachwirt Ausbildung

Die relevanten Lernziele zu jedem dieser Handlungsbereiche werden durch den Rahmenplan der IHK Flensburg festgelegt (Download Rahmenplan der IHK Flensburg). Neben der Auflistung der Inhalte als solche wird dort anhand von drei Anwendungstaxonomiestufen genau festgelegt, wie und in welcher Breite und Tiefe Sie jedes Qualifikationsziel am Ende der Ausbildung, beziehungsweise zur Abschlussprüfung, verinnerlicht haben müssen.

Die Taxonomiestufen lauten:

1WISSEN beschreibt den Erwerb von Kenntnissen (Daten, Fakten, Sachverhalte), die notwendig sind, um Zusammenhänge zu verstehen.

2VERSTEHEN beschreibt das Erkennen und Verinnerlichen von Zusammenhängen, um komplexe Aufgabenstellungen und Problemfälle einer Lösung zuführen zu können.

3ANWENDEN beschreibt die aus dem Verstehen der Zusammenhänge resultierende Fähigkeit zu sach- und fachgerechtem Handeln.

Taxonomiestufen der Hundefachwirt Weiterbildung

Da die Weiterbildung zum Hundefachwirt mit einer Abschlussprüfung auf Bachelor-Niveau abschließt, reicht es bei vielen Themen nicht aus, nur die erste oder zweite Stufe zu erreichen. Ein Hundefachwirt arbeitet eigenständig und eigenverantwortlich und muss daher viele Qualifikationsinhalte nicht nur wissen und kennen, sondern selbstständig auf andere Sachverhalte im eigenen Unternehmen übertragen und anwenden können. Die Lerninhalte und deren Vermittlung erfolgt abgestimmt auf den Rahmenplan der IHK.

Rechtsvorschrift lesen

Rahmenplan einsehen (download)

Soziale Netzwerke