Kombination Ausbildung Tierphysiotherapie + Hunde-Sportwissenschaften

Kombination Ausbildung Tierphysiotherapie + Hunde-Sportwissenschaften

Tierphysiotherapie Ausbildung + Hunde-Sportwissenschaften Ausbildung Kombination Tierphysiotherapie Ausbildung + Hunde-Sportwissenschaften Ausbildung Kombination

Welche Vorteile bringt die Kombination mit dem Lehrgang Hunde-Sportwissenschaften?

Der völlig neuartige Lehrgang Hunde-Sportwissenschaften eignet sich neben der beliebten Kombination mit dem Tierheilpraktiker ganz besonders als Spezialisierung für Tierphysiotherapeuten. Es ist ein Lehrgang, der auf Themen, die Hundephysiotherapeuten bereits in ihrer Grundausbildung bearbeitet haben, sinnvoll aufbaut.

Die Bedürfnisse und Ansprüche der Hundebesitzer haben sich in den letzten Jahren maßgeblich verändert. Der Gang zum Hundetrainer ist längst eine Selbstverständlichkeit geworden. Gleichzeitig erlebt auch der Sport mit Hund als eine alternative Freizeitgestaltung einen wahren Boom, sodass der steigende Bedarf an Tier-Physiotherapeuten, die sich auf Hundesport spezialisiert haben, nicht verwundert.

Allein in Deutschland sind ca. 250.000 Hundehalter im Sport aktiv, im Bereich Agility hat sich die Zahl der Aktiven seit 2007 verdreifacht, Rally Obedience liegt mit steigenden Zahlen immer noch im Trend, während der Gebrauchshundesport zunehmend an Popularität verliert. Mit welchen Sportarten sollte man sich also besonders auseinandersetzen? Natürlich sind Kenntnisse aller Hundesportarten für den auf Hundesport spezialisierten Physiotherapeuten wichtig, aber diese Kenntnisse allein reichen nicht, um als Spezialist im Hundesport tätig zu sein.

Physiotherapeutische Kenntnisse in der Bewegungsanalyse

Physiotherapeutisch betrachtet sind umfassende Kenntnisse im Bereich der Bewegungsanalysen und speziell der elementarsten Bewegungsabläufe des Hundes wichtig, um kausale Zusammenhänge mit körperlichen Befunden herstellen zu können. Das klingt nicht nur hochkomplex, sondern ist es auch. Doch wer sein Auge schult, wird nicht nur viel Spaß wegen der eigenen Fähigkeiten und der hohen Professionalität haben, sondern vor allen Dingen therapeutisch erfolgreicher sein. Diese synthetische Betrachtung der elementarsten Bewegungsabläufe in Kombination mit entsprechenden physiotherapeutischen Untersuchungen ermöglicht sogar eine umfassende Analyse der Befunde, losgelöst von der konkreten Sportart. Dies ermöglicht auch die Arbeit mit Sportarten, die neu am Markt entstehen und mit denen man (bisher) nicht bis ins letzte Detail vertraut ist.

Die meisten Sportarten fordern von Hunden nicht nur eine grundsätzlich gesunde Verfassung, sondern außerdem eine ausgezeichnete Fitness und Leistungsbereitschaft. Die treibende Kraft, um maximale Höchstleistungen von Tieren abzuverlangen, sind besonders im Sport engagierte Tierhalter. Leider ist dieses Streben nach besonderen Leistungen oft nicht gesundheitsförderlich.

Die Folgen der hundesportbedingten Verletzungen oder des Verschleißes können nur im kausalen Zusammenhang analysiert und behandelt werden, wenn der Therapeut Themen wie die Bewegungswissenschaften und die Trainingslehre versteht. Da wir im Rahmen der Ausbildung die Bewegungsabläufe sehr synthetisch betrachten und auf einzelne elementare Bewegungselemente reduzieren, kann der Sportphysiotherapeut die traumatisierenden Effekte bestimmter Sportarten nachvollziehen und diese behandeln. Dennoch muss der Sportphysiotherapeut sich möglichst in allen Sportarten auskennen, um vor allem auch präventiv tätig sein zu können und beim gezielten Muskelaufbau zu unterstützen.

Aufbaulehrgang Hunde-Sportwissenschaften

Für Hundephysiotherapeuten sind in diesem Lehrgang vor allem die auf die Hundegesundheit bezogenen Themengebiete wichtig. Es handelt sich hierbei um einen Aufbaulehrgang, sodass Themen, die Hundephysiotherapeuten bereits in ihrer Grundausbildung bearbeitet haben, ausgespart werden.

Das Besondere an dem Lehrgang wie auch an dem Arbeitsfeld Sporthundetraining ist, dass sowohl der Sporthundetrainer als auch der Physiotherapeut wissen, wie der jeweils andere (be)handelt und welchen Wirkungsgrad seine Maßnahmen haben. So kann der Sporthundetrainer dem hundesportorientierten Physiotherapeuten wichtige Hinweise zu Therapie und Prophylaxe geben und umgekehrt.

Hinzu kommt, dass dem Hundesport vielfach der Ruf anhängt, sehr rücksichtslos und auf Kosten der Hunde (körperlich wie geistig) betrieben zu werden. In den letzten Jahren können wir ein Umdenken in Richtung Gesunderhaltung beobachten, welches die Fort- und Weiterbildung im Bereich der Sportphysiotherapie gerade jetzt interessant und empfehlenswert macht.

So finden beispielsweise mehr und mehr engagierte Hundesportler und auch Trainer den Weg in die physiotherapeutischen Praxen und erhoffen sich dort eine qualifizierte Betreuung im sportspezifischen Trainingsaufbau, im Turniergeschehen und in der allgemeinen Verletzungs- und Risikominimierung im Sport oder "einfach nur" für das aktive Leben mit Hund.

Um einer solchen Anfrage allerdings auch qualifiziert und kompetent begegnen zu können, bedarf es nicht nur des grundlegenden therapeutischen Wissens der Physiotherapie, sondern auch des Verständnisses, wie dies in der praktischen Arbeit mit Sporthunden und aktiven Hunden angewendet werden kann.

Praktische Ausbildung der Sportphysiotherapie

Praxis der Hunde-Sportwissenschaften Ausbilung
Hunde-Sportwissenschaften - Praxis

Die Praxis in der Ausbildung Hunde-Sportwissenschaften umfasst folgende Themen:

Die in der Weiterbildung zum Lehrgang Tierphysiotherapie enthaltenen 6 Präsenztage verknüpfen das theoretische Wissen gezielt mit der praktischen Anwendung. In drei Blöcken zu zwei Tagen wird die praktische Arbeit erprobt und unter Anleitung gefestigt.

Von der Bewegungsanalyse über die gesundheitlichen und leistungsbestimmenden Faktoren bis zur gezielten Modifizierung von sportlichen Bewegungen werden die dazugehörigen Lektionen praktisch erarbeitet.

Dabei werden sowohl die einfachen sportlichen Bewegungen als auch die komplexen Bewegungsketten und das Sprungverhalten der Sporthunde berücksichtigt.

Während der drei zweitägigen Module erhalten die Teilnehmer einen sehr umfangreichen Einblick in die theoretischen Grundlagen der Sportphysiotherapie (siehe: Seminarinhalte), der praktischen Arbeit am Hund sowie Informationen aus einer Vielzahl bekannter und unbekannterer Sportarten, mit ihren spezifischen Anforderungen und Belastungen aus den Blickwinkeln der Sportphysiotherapie.

Aber die Teilnehmer erhalten nicht nur die nötigen theoretischen und praktischen Grundlagen der Sportphysiotherapie, sondern auch den für die spätere praktische Arbeit unerlässlichen Blick ins Sporthundetraining, durch den deutlich wird, wie sich die sportphysiotherapeutischen Maßnahmen auf die unterschiedlichen Aspekte im Sporthundetraining auswirken können und welche Möglichkeiten und Grenzen sich hieraus für die realistische Anwendbarkeit ergeben und wie diese letztendlich auch umgesetzt werden könnten.

Themen der Hunde Sportwissenschaft Ausbildung

Themen des Hunde-Sportwissenschaften Lehrgangs:

  • Individuelle sportlich orientierte Anamnese
  • Auswertung der Befunde im Kontext der Hunde Sportart
  • Erfassen der individuellen Stärken und Schwächen des Teams
  • Beurteilen der individuellen Gesamtbeanspruchung
  • Erkennen der sportlichen und alltäglichen Auswirkungen
  • Ermitteln des Unterstützungsbedarfs
  • Erkennen und Modifizieren von passenden, unterstützenden Übungen
  • Was bedeutet Ausgleichsport und wann ist er zu empfehlen?
  • Prävention verbessern
  • Aktuellen Behandlungsbedarf für den Hund ermitteln
  • Behandlungsoptionen und Trainingsoptionen
  • Grundwissen Anatomie im hundesportlichen Bezug
  • Biomechanik beim gesunden Hund
  • Anatomische Auswirkungen durch biomechanische und stoffwechselphysiologische Vorgänge im Hund
  • Wiederaufbau nach Trainingspausen
  • Fehlbelastungen / Überbeanspruchung
  • Verletzungsrisiko im Hundesport minimieren
  • Sportverletzungen beim Sporthund
  • Trainingsplan in Kooperation Trainer / Sportphysiotherapeut / Besitzer
  • Ganzheitliche Gesunderhaltung des Hundes
  • Freizeitsport / Hochleistungssport
  • Besonderheiten im Alter
  • Besonderheiten beim Junghund
  • Aufbau des Junghundes unter sportphysiotherapeutischen Gesichtspunkten
  • Psyche des Sporthundes
  • Abgrenzung zu den Arbeitshunden
  • Veränderbarkeit körperlicher Strukturen
  • Grundwissen Muskulatur im sportlichen Bezug
  • Muskelkater bei Hunden
  • Blockaden, Verspannungen, Disbalancen
  • Warm Up – Cool Down im Hundetraining
  • Grenzen bei Hunden wissen und ermitteln
  • Ehrgeiz im Hundesport
  • Doping im Hundesport
  • Regelwerke im Hundesport

Achtung: Der Ausbildungsgang Sportwissenschaften Hund wird von der ATN angeboten.

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