Theorie

Theorie der Tierphysiotherapie Ausbildung

Theorie der Tierphysiotherapie Ausbildung Theorie der Tierphysiotherapie Ausbildung

Theorie in der Ausbildung zum Tierphysiotherapeuten

Im Bereich der Tierphysiotherapie gestaltet sich vor allem die Diagnostik schwierig. Denn Tiere können zum einen nicht sagen, wo und welche Beschwerden sie haben. Zum anderen zeigen sie es häufig es auch nicht, denn wer „Gebrechen“ zu erkennen gibt, wird in der Natur nur allzu oft Opfer von Beutegreifern. Dieses evolutionäre Erbe ist auch in vielen Haustierspezies bis heute verwurzelt, auch wenn manch vierbeiniger Schelm bisweilen „nur so tut als ob“, weil er gelernt hat, dass sich sein Mensch dann besonders um ihn kümmert. In den allermeisten Fällen leiden Tiere still und im Verborgenen.

Aufgrund der schwierigen Diagnostik lassen sich auch die Lehrpläne aus der Humanphysiotherapie nicht einfach auf die Tierphysiotherapie übertragen. Wie wichtig deshalb tiermedizinisches Grundlagenwissen für eine verständnis- und verantwortungsvolle Arbeit mit dem Tier ist, liegt auf der Hand. Bisweilen ist eine Diagnose sogar nur unter Hinzuziehung eines Tierarztes möglich.

Neben einer einwandfreien Diagnose muss ein Tierphysiotherapeut mit Blick auf seine Befunde die im Einzelfall am besten geeignete Therapie ermitteln und diese nicht zuletzt optimal umsetzen, dokumentieren und evaluieren können. Die theoretische Tierphysiotherapie Ausbildung an der ATM erstreckt sich deshalb sowohl auf die funktionelle Anatomie und Physiologie des Bewegungsapparats und aller damit verbundenen Strukturen, als auch auf Biomechanik, Krankheitslehre und Methodik. Außerdem werden die Schüler auf die enge Zusammenarbeit mit Tierärzten vorbereitet, um den fachlichen Dialog und gute Zusammenarbeit sicherzustellen.

Die Themen der theoretischen Tierphysiotherapie Ausbildung

1Anatomie und Physiologie speziell des Skelettsystems, Osteologie, Arthrologie und Myologie, Neurophysiologie, Reflexologie, Leistungsphysiologie und Leistungsdiagnostik, Bewegungsanalyse, Diagnostik der Lahmheiten und Bewegungsstörungen, Exterieurbeurteilung, Beurteilung der Krankheitsdispositionen und Belastbarkeit.

2Analyse der Sportarten und der damit zusammenhängenden Dispositionen zu Störungen im neuromuskulären Skelettsystem. Schmerztheorie, Schmerzphysiologie, Schmerzdiagnostik und Symptomatik bei Tieren.

3Reiz und Regulationssysteme, das Segment, reflektorischer Komplex. Anatomie und Physiologie der viszeralen Organe, allgemeine pathologische Begriffe und Mechanismen, entzündliche und nicht entzündliche Osteopathien.

4Frakturen und deren Folgen, Gelenkerkrankungen, kompressive und nicht kompressive Erkrankungen der Wirbelsäule, neurologische Untersuchung, Diagnostik und Symptomatik des neuro-muskulären Skelettsystems, radiographische Anatomie, Grundlagen der Interpretation der Röntgenbilder.

5Physiologie der Bewegung und manuelle Diagnostik der Gelenke und WS, Diagnostik des neuroskelettalen-muskulären Systems, Analyse des Gangs und der Körperhaltung, statische und dynamische Palpation von Gelenken und knöchernen Strukturen, Beurteilung von Gewebetonus und -funktion, Ertasten von Bewegungseinschränkungen, Klassische Massage, Mobilisationstechniken, Triggerpunkt Techniken, Strecktechniken, Aktive Techniken, Bewegungstherapie, Motorische Fazilitation.

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